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Medienarchäologische und diskursanalytische Untersuchung der Konvergenzen zwischen Programmieren und Aspergersyndrom

Philipp Sander

Ausgangspunkt des Netzwerkprojektes ist das wachsende Interesse von IT-Firmen an Programmierer*innen mit Asperger-Syndrom, welches ich explorativ und medienarchäologisch vorgehend untersuchen möchte. So siedelt sich das Projekt an der Schnittstelle von Informatik, Medienwissenschaften und Disability Studies an. In qualitativen Interviews mit Programmierer*innen auf dem autistischen Spektrum, wird der Frage nachgegangen, wie im konkreten Setting des Programmierens digitale Technologien in Beziehung zu Körpern, Praktiken und (Selbst-)Wahrnehmung gesetzt werden und wie diese ‚dis/abilities‘ (etwa durch das Interesse der IT-Firmen) situativ hergestellt sowie durch digitale Assistenzsysteme (Beispiel IDEs und Programmiersprachen) medial verfertigt wird. In einem zweiten Schritt werden die Erkenntnisse der Interviews mit den, im Rahmen meines Dissertationsprojektes gewonnenen, medienarchäologischen Erkenntnissen über die Geschichte der IDEs zusammengebracht, um ein besseres Verständnis für die Beteiligung von Assistenzsystemen als Medien der Assistenz bei der Tätigkeit des Programmierens zu erlangen.